Freie Arbeiten, Serien und Projekte.

Freie Arbeiten und fotografische Serien sind das Herzstück des Portfolios eines jeden Fotografen. Hier finden Sie einen Auszug meiner aktuellen Projekte und seriellen Arbeiten.

Stillstand (2021)

Abhängigkeit von staatlichen Hilfen, Wegfall von Alltagsroutinen, ein ungewisser Blick in die Zukunft.
Aufgrund der Corona-Pandemie mussten sich unzählige Menschen in unterschiedlichsten Branchen in kurzer Zeit auf komplett neue Lebensumstände einstellen.
Für viele, die bis dahin in florierenden Branchen tätig waren, gerade hoffnungsvolle Neugründungen angegangen waren, oder sich auf altbewährte Geschäftsmodelle verlassen hatten, schien das Leben auf einmal still zu stehen, in einer Zeit zwischen Orientierungslosigkeit und Neuanfang.

„Und wenn wir wirklich einmal anders sind…“ (2020)

lautet eine in der einstigen Jugendclique des Fotografen Matthias Merz bei vielen Gelegenheiten lauthals mitgesungene Songtextzeile der Punkband Die Toten Hosen. Eine jugendtypische Verheißung, sich selbst und den eigenen Idealen immer treu zu bleiben.
Nachdem sich die Kontakte mit der Zeit weitgehend verlaufen hatten, sucht er nach 25 Jahren einige seiner damaligen Freunde auf, um zu dokumentieren wie sie heute leben.
Wieviel ist von den jugendlichen Vorstellungen der Zukunft geblieben? Entsprechen die Freunde von damals immer noch ihrem ehemaligen Selbstbild?
Oder erfüllt sich die Verheißung der Jugend, in der für die Zukunft ja alles möglich scheint, vielleicht gerade dadurch, dass man sich verändert? Nicht umsonst heißt schließlich die vollständige Textzeile: „Und wenn wir wirklich einmal anders sind, ist das heute noch scheißegal.“

Nachtschatten (2020)

Einsam und dunkel birgt die Nacht so manch Erkenntnis, die am Tage noch nicht zu ahnen war.

Mit Dir (2019)

Mit Dir gewesen
Mit Dir werden
Mit Dir sein
Mit Dir

Goethe I (2012)

Trost in Tränen

Wie kommt′s, daß du so traurig bist,
Da alles froh erscheint?
Man sieht dir′s an den Augen an,
Gewiß, du hast geweint.

„Und hab′ ich einsam auch geweint,
So ist′s mein eigner Schmerz,
Und Tränen fließen gar so süß,
Erleichtern mir das Herz.“

Die frohen Freunde laden dich,
O komm′ an unsre Brust!
Und was du auch verloren hast,
Vertraue den Verlust.

„Ihr lärmt und rauscht und ahnet nicht,
Was mich, den Armen, quält.
Ach nein, verloren hab′ ich′s nicht,
Sosehr es mir auch fehlt.“

So raffe denn dich eilig auf,
Du bist ein junges Blut.
In deinen Jahren hat man Kraft
Und zum Erwerben Mut.

„Ach nein, erwerben kann ich′s nicht,
Es steht mir gar zu fern.
Es weilt so hoch, es blinkt so schön,
Wie droben jener Stern.“

Die Sterne, die begehrt man nicht,
Man freut sich ihrer Pracht,
Und mit Entzücken blickt man auf
In jeder heitern Nacht.

„Und mit Entzücken blick ich auf,
So manchen lieben Tag;
Verweinen laßt die Nächte mich,
Solang ich weinen mag.“

Johann Wolfgang von Goethe

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